Qualitätszirkel Diabetes mellitus / KHK Wilhelmsburg

Jeder 3. Dienstag

Am 3. Dienstag jeden ungeraden Monats findet der Qualitätszirkel Diabetes mellitus/KHK in der Diabetischen Schwerpunktpraxis Dres. Lueb/Kalvelage, Krieterstr. 30 in 21109 Hamburg statt.


Masernepidemie in Wilhelmsburg

Gehäuftes Auftreten von Masern hier in Wilhelmsburg

27. Januar 2009 - Update -
Zur aktuellen Masern-Situation in Hamburg:
Wichtige Informationen für die Hamburger Ärztinnen und Ärzte
Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Hamburg registriert zurzeit einen Masern-Ausbruch mit Schwerpunkt im südlichen und südöstlichen Stadtgebiet und dem angrenzenden Umland.
Das Geschehen begann, als ein 27 Jahre alter Mann wegen eines akuten fieberhaften Infektes, der sich später als Masern-Infektion herausstellte, zwischen Weihnachten und Neujahr 2008 ärztliche Hilfe in der Notfall-Ambulanz eines Krankenhauses suchte. Dabei kam es zu einer Ansteckung bei einem Krankenhausmitarbeiter sowie bei 3 weiteren erwachsenen Personen aus Harburg und – nach derzeitigem Kenntnisstand – auch bei einer Person aus dem Landkreis Harburg (Niedersachsen), die sich mit dem Ersterkrankten gemeinsam im Wartebereich der Ambulanz aufgehalten hatten. In der Folge traten in Harburg, Wilhelmsburg, Bergedorf sowie im Landkreis Harburg weitere Masern-Fälle auf, bei denen eine unmittelbare Verbindung zu dem erwähnten Krankenhaus nicht ermittelt werden konnte. In dieser Phase (erste und zweite Kalenderwoche 2009) waren neben jungen Erwachsenen erstmals auch ein Schulkind und ein Kleinkind betroffen, und es traten teilweise trotz postexpositioneller Impfung erste Infektketten innerhalb von Familien von
Erkrankten auf. Aktuell ist eine Tendenz zur weiteren Ausbreitung hauptsächlich unter ungeimpften Kindern und Jugendlichen festzustellen, bei denen ein Zusammenhang mit bzw. eine Verbindung zu den Fällen der ersten Erkrankungswelle nicht ohne weiteres erkennbar ist.
Bis zum 27.1.2009 betrug die Gesamtzahl der in Hamburg und im Umland registrierten Fälle und Verdachtsfälle 23. Davon sind 10 Fälle in der Altersgruppe von 20 bis 40 Jahren, 7 Fälle in der Altergruppe 10 bis 19 Jahren und 6 Fälle im Alter bis 3 Jahre. Bei bisher 9 Patienten ist die Diagnose labormedizinisch bestätigt, weitere Untersuchungen sind noch im Gange.
Die Bekämpfungsmaßnahmen konzentrieren sich darauf, alle Masern-Erkrankungsfälle in Hamburg so früh wie möglich zu entdecken und nötigenfalls zu isolieren sowie die empfänglichen Kontaktpersonen postexpositionell zu impfen. Treten Erkrankungsfälle in Schulen und Kindergärten auf, werden die Gesundheitsämter nach einheitlichen Grundsätzen im Sinne einer standard operating procedure tätig („Hamburger Leitfaden bei Masernerkrankungen“).
Diese sehen die unverzügliche Überprüfung des Impfstatus sowie situationsabhängig Maßnahmen wie das Nachholen versäumter Impfungen bzw. den Ausschluss nicht immuner Kontaktpersonen vom Schulbesuch vor. Außerdem hat die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz am 15.1.2009 in einer Presseerklärung einen generellen Aufruf an die Hamburger Bevölkerung lanciert, angesichts der gegebenen Situation den Masern-Impfschutz zu überprüfen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen.
Was bedeutet das für die Hamburger Ärzteschaft?
• Die Masern beginnen in der Regel mit einem eher unspezifischen katarrhalischen Stadium mit Fieber, Konjunktivitis, Schnupfen, Husten und einem Exanthem am
Gaumen. Diese Symptomatik imponiert daher unter Umständen wie ein akuter Atemwegsinfekt und ist anfänglich von banalen respiratorischen Infekten oder von
Influenza, die ja momentan auch gehäuft auftreten, klinisch schwer abzugrenzen.
Beziehen Sie daher bei derartigen Symptomen speziell auch bei jungen Erwachsenen die Masern in Ihre differentialdiagnostischen Erwägungen mit ein.
• Bitte informieren Sie bei einem Verdacht auf Masern umgehend Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Es besteht nämlich bereits im Verdachtsfall und nicht erst bei
labordiagnostischer Bestätigung eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz für den behandelnden Arzt. In den Gesundheitsämtern finden Sie erfahrene ärztliche
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, mit denen Sie in jedem Einzelfall die erforderlichen Schritte und weiteren Vorgehensweisen beraten können. Sie erhalten
dort insbesondere auch Informationen, auf welchem Wege Sie eine labordiagnostische Absicherung der Diagnose – z. B. unter Nutzung diesbezüglicher Angebote des Instituts für Hygiene und Umwelt – veranlassen können.
• Nutzen Sie die Kontakte mit Ihren Patienten soweit wie möglich auch dazu, den Masern-Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen, wenn keine
natürliche Immunität nach durchgemachter Masernerkrankung vorliegt.
• Die Masern-Impfung erfolgt entweder mit einem Masern-, Mumps-, Röteln-Kombinationsimpfstoff (MMR-Impfstoff) oder mit einem Vierfach-Kombinationsimpfstoff mit Varizellen-Komponente (MMRV-Impfstoff). Letzterem sollte entsprechend den STIKO-Empfehlungen bei der Routine-Impfung im Kindesalter (bis zum 13. Lebensjahr) gemäß Impfkalender der Vorzug gegeben werden. Es handelt sich dabei um attenuierte Lebendimpfstoffe (Abstand zu anderen Lebendimpfungen von 4 Wochen und Kontraindikationen beachten). Die MMR- und die Varizellen-Impfung ist (mit einem 2-Dosen-Impfschema) gemäß STIKO-Empfehlung Bestandteil des Routine-Impfkalenders für alle Kinder. Gleichzeitig gilt der Grundsatz, dass im Kindesalter versäumte Impfungen jederzeit nachgeholt werden können. Eine Altersbeschränkung für die Impfung besteht nicht. Die STIKO empfiehlt die MMR-Impfung explizit für „ungeimpfte oder einmal geimpfte Personen oder Personen mit unklarem Immunstatus mit Kontakt zu Masernkranken, möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition“.
G:\G3\G31\G312\G3124_Britz\Masern\Ausbruch 01-2009\Informationsblatt Ärzte Masern_27.01.2009.doc


Arbeitsschutz in der Hausarztpraxis

20.01.2009

Am 20.01.2009 wird Herr Dr. O.Settgast -hausärztl. Internist in der Gemeinschaftspraxis Neuenfelder Str.- referieren. Thema: "Arbeitsschutz in der Hausarztpraxis".


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